Sportwetten Quotenvergleich 2026 – worauf es beim Preis einer Wette wirklich ankommt
30. Oktober 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Wer zwei Quotenseiten nebeneinanderlegt, sieht auf den ersten Blick nur Zahlen, die sich um ein paar Hundertstel unterscheiden. Genau dort entscheidet sich, ob aus einem Einsatz ein paar Euro mehr oder weniger werden – und ob das Angebot, das mit dem lautesten Willkommensbonus winkt, am Ende überhaupt günstiger ist als eines, das still daneben steht. Ein Quotenvergleich in Deutschland ist deshalb keine reine Preisfrage. Er ist eine Frage des Zugangs: Wer darf hier überhaupt Quoten anbieten, welcher Weg passt zu welchem Spieler, und was kostet jeder Weg an Freiheit, Bequemlichkeit und Schutz.
Diese Seite geht die Entscheidung in der Reihenfolge durch, in der sie sich tatsächlich stellt. Zuerst, was ein Vergleich einem Spielenden nicht abnimmt: den Umgang mit dem eigenen Einsatz. Danach, wie Quoten, Märkte und Wetten aufgebaut sind und warum dieselbe Wette bei zwei Anbietern zwei verschiedene Preise hat. Dann die zehn Anbieter, die in Deutschland eine Erlaubnis für Sportwetten besitzen und auf der Whitelist stehen. Danach die Grundlagen des Vergleichs und die Rechenwege, mit denen sich ein Preis prüfen lässt. Zum Schluss die Rechtslage – inklusive der Wege, die in Deutschland gar nicht vorgesehen sind.
Wettverantwortung beim Quotenvergleich: die eine Zahl, die kein Anbieter verbessert
Eine bessere Quote ist ein besserer Preis für dieselbe Wette. Sie ist kein Freibrief für einen höheren Einsatz, und sie ist kein Grund für eine längere Wettsitzung. Das klingt nach dem Satz, den jede Aufsichtsbehörde druckt. Es ist trotzdem der einzige Absatz auf dieser Seite, an dem ein Anbieter nichts drehen kann: Der Unterschied zwischen 1,90 und 1,95 verschiebt den Ertrag einer Wette um Cent-Beträge pro Zehn-Euro-Einsatz, während die Höhe des Einsatzes den möglichen Verlust in vollen Euro verschiebt. Wer 500 € auf eine Quote legt, die er mit 50 € nicht genommen hätte, hat das Ergebnis nicht durch Recherche verbessert, sondern durch mehr Risiko.
Die deutsche Erlaubnis setzt an dieser Stelle an, und sie tut es mit Werkzeugen, die ein Quotenvergleich typischerweise nicht zeigt. Alle lizenzierten Anbieter in Deutschland teilen sich eine Limitdatei, über die das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat abgewickelt wird. Dieses Limit ist kein Vorschlag und kein Bonus-Anhängsel, sondern der Standard, solange niemand mehr nachweist. Wer bei einem Anbieter mehr einzahlen möchte, braucht einen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, den eine bloße Selbstauskunft nicht erfüllt. Ein Absenken des Limits wirkt sofort, ein Anheben erst nach sieben Tagen. Der Panikbutton sperrt das eigene Konto innerhalb von 24 Stunden, und das bundesweite Sperrsystem OASIS wird bei der Anmeldung und beim Login abgefragt.
Für die Praxis eines Quotenvergleichs heißt das: Wenn zwei Anbieter dieselbe Quote zeigen, sind sie nicht gleich. Ein Anbieter mit niedrigerem Hauslimit oder strengerer Live-Markt-Auswahl zwingt den Spieler anders zu wirtschaften als ein großzügigerer. Der Vergleich sollte deshalb nicht nur den Preis prüfen, sondern die Frage, wie viel Einsatz das eigene Werkzeug überhaupt zulässt.
Suchtprävention ist kein Anhang am Ende eines Vergleichs. Sie ist der Rahmen, in dem der Vergleich stattfindet. Wer beim Blättern zwischen Anbietern merkt, dass er nicht mehr Preise vergleicht, sondern nach dem nächsten Anlass zum Wetten sucht, hat die Grenze überschritten, an der ein Rabatt von drei Prozent auf der Quote zur Nebensache wird. Hilfe gibt es unabhängig vom gewählten Anbieter, und sie ist kostenlos.
Das Einzahlungslimit als Teil des Vergleichs
Das 1.000-€-Limit pro Kalendermonat gilt über alle lizenzierten Anbieter hinweg, weil es über die Limitdatei abgeglichen wird. Das ist der wichtigste Satz für jeden, der glaubt, mit drei Konten bei drei Anbietern drei Mal 1.000 € einsetzen zu können. Ein zweites Konto erhöht das Budget nicht. Was es erhöht, ist der Aufwand: Jeder Anbieter verlangt die vollständige Verifizierung, und bis zur abgeschlossenen Prüfung darf höchstens 72 Stunden lang gespielt werden, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung.
Ein Limit, das zu hoch angesetzt ist, ist keine Auszeichnung. Es ist eine Zahl, die erst dann auffällt, wenn der Monat noch nicht zu Ende ist.
Grundlagen des Quotenvergleichs: was eine Quote bedeutet und was sie verdeckt
Grundlage ist ein Satz, den man einmal verstehen muss – danach liest sich jede Quotenseite anders. Bei festen Dezimalquoten ist die implizite Wahrscheinlichkeit der Kehrwert der Quote. Die Quote 1,01 entspricht 99,01 %, die Quote 2,00 entspricht 50,00 %, und die Quote 4,00 entspricht 25,00 %. Das ist keine Prognose und keine Meinung, sondern nur eine andere Schreibweise für dieselbe Zahl.

Der zweite Satz gehört direkt daneben: Buchmacher kalkulieren ihre Quoten so, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge zusammen mehr als 100 % ergeben. Der Überschuss heißt Overround und ist der Gewinn des Buchmachers bei ausgeglichenem Buch. Ein Markt mit zwei Ausgängen, der fair bei 50/50 läge, zeigt deshalb nicht 2,00 und 2,00, sondern 1,90 und 1,90 oder 1,95 und 1,95. Wo das Geld der Spieler liegt, ist für den einzelnen Spielenden unerheblich: Der Anteil, den der Buchmacher einbehält, steht schon im Preis, bevor die erste Karte gelegt ist.
Ein dritter Punkt, der im Vergleich oft untergeht: Bei festen Quoten setzt der Buchmacher die Quote fest und tritt als Gegner des Wettenden auf. Die Quote gilt ab Wettabschluss und kann nachträglich nicht geändert werden. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Bei variablen Quoten, also beim Totalisator, setzen die Wettenden untereinander; die Quote steht erst nach dem Ereignis fest. Der Auszahlungsanteil liegt bei staatlichen Anbietern unter 50 %, bei Pferderennen bis etwa 85 %. Das sind zwei völlig verschiedene Produkte mit demselben Wort auf dem Wettschein.
Warum ein Vergleich überhaupt lohnt, zeigt ein Blick auf die Größenordnung. Typisch sind bei Buchmacher-Quoten etwa 90 % Ausschüttung bei Wetten mit zwei möglichen Ausgängen, zum Beispiel Tennis, und etwa 85 % bei Wetten mit drei möglichen Ausgängen, zum Beispiel Fußball. Zehn Prozentpunkte Ausschüttungsunterschied sind für den Spielenden zehn Prozentpunkte weniger Rückfluss – und darin liegt jede Quotendifferenz begründet, die in einem Vergleich sichtbar wird.
Die Marge in Sekunden selbst nachrechnen
Die Rechnung, die jede Quotenseite ersetzt, ist kurz. Man bildet den Kehrwert jeder Quote eines Marktes, addiert diese Kehrwerte und teilt 1 durch die Summe. Das Ergebnis ist die Ausschüttungsquote des Marktes – der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt insgesamt zurückzahlt. Die Marge ist der Rest bis 100 %.
Für einen illustrativen Zweiwegmarkt mit den Quoten 1,90 auf beiden Seiten ergibt sich: 1 geteilt durch 1,90 sind rund 52,63 % für jede Seite, zusammen rund 105,26 %. Die Ausschüttungsquote liegt also bei rund 95 %, und die Marge des Buchmachers bei rund 5 % – als Band gesprochen etwa 4,7 bis 5,3 %, je nachdem, wie genau man rundet. Die Bedingung ist wichtig: Diese Zahl gilt für einen Markt, in dem beide Ausgänge dieselbe Quote tragen, also einen absichtlich künstlich ausgeglichenen Fall. Real steht bei einem Fußballspiel selten 1,90 neben 1,90.
Zum Vergleich, mit den Werten, die auf solchen Beispielen kursieren: Die Quote 1,95 auf beiden Seiten ergibt eine Ausschüttungsquote von etwa 97,5 % und eine Buchmachermarge von etwa 2,5 %; bei der Quote 1,80 auf beiden Seiten beträgt die Marge etwa 10 %. Zwei Hundertstel weniger auf jeder Seite verdoppeln die Marge beinahe. Wer das einmal gerechnet hat, versteht, warum ein Anbieter mit „Besten Quoten“ auf der Startseite nicht derselbe sein muss wie der mit dem besten Preis im konkreten Spiel.
Zwei Ausgänge, drei Ausgänge, und was das für den Vergleich ändert
Der Aufbau eines Marktes entscheidet mit über den Preis, und der Vergleich muss ihn mitdenken. Ein Zweiwegmarkt kennt zwei Ausgänge: Sieg oder Niederlage, wie im Tennis, oder bei Pferderennen das Feld der Läufer gegeneinander. Ein Dreiwegmarkt kennt drei: Sieg, Unentschieden, Niederlage, wie im Fußball. Ein Markt mit drei Ausgängen verteilt denselben Einsatzrückfluss auf mehr Seiten, und deshalb liegt die Ausschüttung dort typischerweise niedriger als bei einem Markt mit zwei Ausgängen.
Wer eine Quote aus einem Fußballspiel mit einer Quote aus einem Tennisspiel vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Margen – der Unterschied von 90 % zu 85 % Ausschüttung ist strukturell und nicht die Schuld des Anbieters. Ein seriöser Vergleich stellt deshalb dieselbe Sportart, dieselbe Liga und denselben Markt gegenüber. Und er notiert, ob er eine Einzelwette oder eine Kombiwette betrachtet, weil bei der Kombiwette die Quoten der Einzelwetten zu einem gemeinsamen Preis multipliziert werden und sich die Margen mit jedem zusätzlichen Bein aufaddieren.
Buchmacher Quotenvergleich: die zehn lizenzierten Anbieter im Vergleich
Verglichen werden nur Quoten von Anbietern mit deutscher Erlaubnis, die sich über die Whitelist der Behörde nachprüfen lässt. Die Whitelist war zum Stichtag vom 2. Oktober 2026 mit 30 Einträgen gefüllt: 27 Inhaber mit einer Sportwettenerlaubnis – zwei davon zusätzlich für Pferdewetten – und drei Inhaber mit einer reinen Pferdewetterlaubnis. Jede dort geführte Domain ist eine .de-Domain. Umgekehrt gilt das nicht: Eine .de-Adresse allein beweist nichts, denn die Behörde prüft die Eintragung, nicht die Schreibweise des Namens.
Der Unterschied zwischen den Zehn, die hier stehen, ist zuallererst ein Unterschied des Alters und der Struktur. Bet3000 hat seine Erlaubnis erst am 22. April 2026 erhalten; NEO.bet, Tipwin und Sportingbet sind seit dem 9. Oktober 2020 dabei. Wer seit 2020 auf der Liste steht, hat fünf Jahre Praxis in einem stark regulierten Markt hinter sich – und in dieser Zeit gelernt, welche Märkte das Sportwettprogramm der Behörde überhaupt zulässt. Wer neu dabei ist, tritt in dasselbe Regelwerk ein, ohne den Vorsprung. Für den Vergleich bedeutet das: Ein später Erststart ist kein Makel, aber ein früher Erststart ist ein Datenpunkt, den man zur Kenntnis nehmen darf.
Wichtig für jeden, der die folgende Tabelle liest: Eine Erlaubnis für Sportwetten sagt nichts über die Slots-, Poker- oder Casino-Erlaubnis desselben Inhabers. Das sind andere Genehmigungen mit anderen Regeln. Nur die Domain, die unter der Sportwettenerlaubnis geführt wird, nimmt Sportwetten an.
| Anbieter | Status auf der GGL-Whitelist (Stand 02.10.2026) | Inhaber der Sportwettenerlaubnis | Sportwettenerlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| MERKUR BETS | geführt, Sportwetten | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| 888sport | geführt, Sportwetten | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| VBet | geführt, Sportwetten | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| NEO.bet | geführt, Sportwetten | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| LeoVegas | geführt, Sportwetten | LVSports Limited | 21.10.2024 |
| Tipwin | geführt, Sportwetten | Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| Sportingbet | geführt, Sportwetten | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Bet3000 | geführt, Sportwetten | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Betano | geführt, Sportwetten | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| Tiptorro | geführt, Sportwetten | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
Die Spanne der Erststartdaten reicht also vom 22. April 2026 bis zum 9. Oktober 2020 – fast sechs Jahre Markterfahrung liegen zwischen dem jüngsten und dem ältesten Eintrag. Die Whitelist führt nur ein Erstdatum und kein Enddatum; ein Eintrag, der heute dort steht, kann dort morgen fehlen. Wer kurzfristig eine Wette platzieren will, sollte deshalb die Liste selbst aufschlagen und nicht die Kopie auf einer Vergleichsseite lesen.
Was die Tabelle nicht zeigt und was keine Quotenseite zeigt: ob ein Anbieter sein Hauslimit für den einzelnen Spielenden großzügig auslegt, wie er die Verifizierung organisiert und wie lange eine Auszahlung dauert. Das sind die Punkte, an denen sich zwei lizenzierte Anbieter mit identischer Quote für den konkreten Spielenden unterscheiden können.
Die Anbieter im Einzelnen
Die Reihenfolge der folgenden Abschnitte ist eine redaktionelle Liste und keine Rangfolge der Preise. Jeder Eintrag nennt das, was den Anbieter in diesem Vergleich unterscheidbar macht, und schließt mit einer Einschätzung, für wen der Weg passt.
MERKUR BETS: der Club für Kombiwetten-Spieler
MERKUR BETS steht seit dem 6. November 2023 mit einer Sportwettenerlaubnis auf der Whitelist, Inhaber ist die Merkur Bets Malta Limited. Wer die Marke vor allem als Spielhallenkette kennt, findet hier ein Sportwettangebot, das über den gesamten Markt der lizenzierten Anbieter hinweg nicht das älteste ist – es gehört zur mittleren Generation der Neustarts nach dem GlüStV 2021.
Der Club-Gedanke ist das eigentlich Bemerkenswerte. Für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00 gab es bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 € am Montag der Folgewoche eine Freebet über 5 €. Die Aktion lief vom 09.06.2025 bis 14.07.2025, war also ein zeitlich begrenztes Programm und kein Dauerzustand.
Interessant ist die Mechanik, nicht die Höhe. Drei Auswahlen und eine Mindestquote von 4,00 – das ist eine Hürde, die eine Kombination aus drei Favoriten mit Quoten um 1,60 bereits überschreitet, aber auch nicht mehr viel Spielraum nach unten lässt. Die 5 € kommen als Freebet und nicht als Geld. Die Bedingungen des Programms sind also auf Wettende zugeschnitten, die ohnehin regelmäßig Kombiwetten spielen und dafür einen kleinen Zuschuss mitnehmen. Wer überwiegend Einzelwetten setzt, für den läuft das Angebot ins Leere.
Das Fazit dieser Zeile lautet deshalb: Wer wöchentlich Kombiwetten baut und die Quote 4,00 dabei ohnehin erreicht, für den ist die 5-€-Freebet ein Anhängsel ohne Zusatzaufwand. Wer einmal im Monat eine Einzelwette setzt, ändert sein Wettverhalten nicht wegen fünf Euro – und sollte das auch nicht.
888sport: lange Börsengeschichte, deutscher Neustart
Die 888 Germany Limited ist der Inhaber der Sportwettenerlaubnis, die für diese Seite seit dem 30. Juni 2021 auf der Whitelist steht, mit einer Nachfolgeeintragung vom 15. Dezember 2022. Im Hintergrund steht die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört und deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Das ist eine der wenigen Konzernhistorien in dieser Liste, die sich über zwei Jahrzehnte Börse nachvollziehen lässt.
Was daraus für einen Quotenvergleich folgt, ist eine Frage der Erwartung. Wer die Marke aus der Zeit vor dem deutschen Regulierungsrahmen kennt, wird sich an Bedingungen gewöhnen müssen, die 2021er-Regelwerk sind und nicht 2005er-Börsengeschichte. Die lange Konzernhistorie ist ein Hinweis auf Beständigkeit; sie ist kein Hinweis auf ein besseres Quotenniveau. Beides sind verschiedene Dinge, und nur das erste steht in den Registern.
Die Erlaubnis gilt für Sportwetten. Alles, was 888sport an Spielautomaten oder anderem anbietet, läuft unter separaten Genehmigungen und sagt nichts über das Sportwettangebot aus. Wer die Marke wegen ihres Alters wählt, wählt sie wegen ihrer Stabilität – der Preis der Wette steht davon unberührt.
VBet: Geld aus Malta, Erlaubnis aus Halle
Die SCGO Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter Vbet.de, sitzt im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, in St. Julian’s auf Malta. Die Behörde verzeichnet die Sportwettenerlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. Ein Malteser Sitz ist in dieser Liste die Regel und nicht die Ausnahme – er sagt nichts über die Qualität der Erlaubnis, weil für das Angebot in Deutschland allein die Eintragung auf der Whitelist zählt.
Ein Anbieter, der seit Ende 2023 auf der Liste steht, hat den Markt um die WM 2026 herum mitgestaltet und dabei ein Regelwerk kennengelernt, das Live-Wetten stark einschränkt: Während eines laufenden Ereignisses sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor beziehungsweise den nächsten Satz zulässig, und das auch nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten genug sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis ist erlaubt, der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es nicht.
Wer vor allem Live-Wetten auf kurze Ereignisse setzt, stößt bei jedem lizenzierten Anbieter an dieselbe Grenze. VBet unterscheidet sich in diesem Punkt nicht von seinen Mitbewerbern – und das ist zugleich die wichtigste Einsicht für jeden, der Live-Quoten vergleichen will: Der begrenzende Faktor ist in Deutschland der Markt und nicht der Anbieter. Wo das Sportwettprogramm der Behörde nur wenige Live-Märkte zulässt, findet ein Quotenvergleich dort auch nur wenige Quoten zum Vergleichen.
NEO.bet: Live und Cashout in der App
NEO.bet steht seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, mit einer Nachfolgeeintragung vom 22. Dezember 2022 und der Greenvest Betting Limited als Inhaber. Damit gehört die Marke zu den drei Anbietern in dieser Liste, die von Beginn des regulierten Marktes an dabei sind.
Zu den Funktionen der App zählen laut der Entwicklerbeschreibung im App Store Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout. Cashout ist eine reine Anbieterfunktion: Dazu existiert weder eine gesetzliche noch eine behördliche Regel, und wer Cashout nutzt, verkauft eine noch offene Wette zu einem Preis, den der Anbieter stellt – nicht zu einem Preis, der sich auf dem Markt bildet. Das ist ein Unterschied, der bei jedem Quotenvergleich mit Cashout-Angebot mitgedacht werden muss: Die Cashout-Quote ist kein Vergleichspreis, sondern ein Rückkaufangebot des Gegners.
Für die Wettabgabe selbst bleibt es bei festen Quoten, die ab Wettabschluss gelten und nicht nachträglich geändert werden. Ein Cashout ersetzt diese Gewissheit durch eine neue Entscheidung mit einem neuen Preis. Wer häufig abbricht, sollte die Effekte im Blick behalten.
LeoVegas: zwei Erlaubnisse, ein Inhaber
Für Leovegas.de ist die LVSports Limited als Betreiberin auf der Whitelist geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023. Die zweite dieser beiden Erlaubnisse ist eine andere Genehmigung mit anderen Regeln, und sie betrifft das Sportwettangebot nicht.
Das Erstdatum 21. Oktober 2024 macht die Sportwettenerlaubnis zur jüngsten in dieser Liste nach Bet3000. Wer 2019 über leovegas gestolpert ist, hat eine Marke kennengelernt, die im deutschen Sportwettmarkt erst seit Ende 2024 vollständig zu Hause ist. Ein Casino-Erstbewerber registriert sich nicht automatisch bei einem Sportwettanbieter mit langer deutscher Historie.
Für den Vergleich heißt das: Der Name ist bekannt, das Sportangebot im deutschen Rahmen jung. Wer eine Bestenliste nach Markenbekanntheit führt, führt sie nicht nach Erlaubnisalter. Und wer eine Sportwette platzieren will, sollte in den Sportwettbereich der Seite wechseln und nicht in den Bereich, für den die Erlaubnis von 2023 gilt.
Tipwin: Linie statt Quote, mit klaren Umsatzbedingungen
Tipwin, seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, mit Nachfolgeeintragungen vom 27. Dezember 2022 und vom 9. Januar 2024, Inhaber ist die Tipwin Limited.
Der Willkommensbonus beträgt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 € – ein klassischer Einzahlungsbonus, kein Gratisguthaben. Er ist an eine Bedingung geknüpft, die man sich genau ansehen sollte: Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und es zählen nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80. Der Umsatzfaktor von sieben gilt also nicht auf den Bonus allein, sondern auf Einzahlung plus Bonus.
Rechnet man das an einem Beispiel durch: Wer 100 € einzahlt, hat 200 € als Umsatzbasis und damit 1.400 € einzusetzen. Bei Wettscheinen von 100 € sind das vierzehn Wetten, die die Mindestquote von 1,80 erfüllen müssen. Wer lieber kleinere Wettscheine setzt, verlängert die Strecke entsprechend – und die Mindestquote schließt die naheliegenden Absicherungswetten mit sehr niedrigen Quoten von vornherein aus.
Das ist keine Kleinigkeit, und der Satz „100 % Bonus“ verschweigt sie. Für Wettende, die einen Doppeleinsatz zum Ausprobieren wollen und ohnehin regelmäßig im Quotenbereich um 1,90 spielen, ist das ein nachvollziehbares Paket. Wer kleine Wettscheine bevorzugt, wird von der 100-€-Grenze pro Wettschein gebremst.
Sportingbet: Steuerregel statt Bonuswerbung
Sportingbet gehört zur ersten Welle des regulierten Marktes – die Erlaubnis steht seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, mit einer Nachfolgeeintragung vom 21. Dezember 2022, Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited.
Interessanter als ein Willkommensangebot sind die Wettregeln in einem Punkt, der in kaum einem Quotenvergleich vorkommt. Dort nennt der Anbieter eine Steuer von „5 % des Wetteinsatzes“ nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes; bei gewonnenen Wetten behält das Unternehmen 5 % des Bruttogewinns, also aus Einsatz multipliziert mit Quote, vom Gewinn ein. Das ist der Steuersatz, den ein Anbieter nach seinen eigenen Regeln auf den Gewinn legt – eine unternehmenseigene Regelung, die über die gesetzliche Sportwettensteuer hinausgeht und die den tatsächlich ausgezahlten Betrag mindestens so stark verändert wie ein Hundertstel bei der Quote.
Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse eines Quotenvergleichs überhaupt. Ein Steuerabzug auf den Bruttogewinn wird nicht in der Quote sichtbar, sondern erst auf dem Wettschein. Die gesetzliche Sportwettensteuer dagegen trifft den Veranstalter der Wette und nicht den Wettenden; ob und wie sie an den Spielenden weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter nach seinen eigenen Bedingungen. Wer Preise vergleicht, vergleicht deshalb nicht nur Zahlen nebeneinander, sondern zwei unterschiedliche Regelwerke zur Verrechnung.
Die Lizenz macht Sportingbet zum regulären Anbieter im deutschen Markt. Der Unterschied liegt diesmal nicht im Quotenniveau, sondern in den Abzügen hinter dem Komma.
Bet3000: der jüngste Eintrag der Liste
Als Veranstalter der Sportwetten unter Bet3000.de führt die Behörde die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema auf Malta; die Erlaubnis ist mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet. Damit ist Bet3000 der jüngste Sportwett-Eintrag in dieser Zehnerliste – und zugleich der einzige, dessen Erstdatum in das laufende Jahr fällt.
Wer wenige Monate nach dem Erststart vergleicht, muss sich darüber im Klaren sein, dass Verlaufsdaten fehlen. Was sich prüfen lässt, ist die Whitelist und die Erlaubnis. Was sich nicht prüfen lässt, ist eine Historie, die es noch nicht gibt. Die Whitelist führt kein Enddatum, sondern nur das Erstdatum – sechs Jahre Markterfahrung lassen sich an einem Erstdatum aus dem April 2026 nicht nachlesen.
Für Spielende, die einem neuen Anbieter grundsätzlich eine Chance geben, ist das kein Ausschlusskriterium. Der Weg über einen Anbieter ohne lange Marktverlaufsdaten ist ein anderer Weg als der über ein Haus mit sechs Jahren deutscher Praxis, und beide sind lizenziert. Wer vor allem Wert auf die Eintragung selbst legt, findet sie hier wie bei jedem anderen Eintrag der Tabelle.
Betano: Bet Builder und Live-Streaming in einer App
Betano wird auf der Whitelist seit dem 19. Februar 2021 als Sportwettanbieter geführt, mit einer Nachfolgeeintragung vom 16. Dezember 2022; Inhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited.
Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder – also mehrere Märkte eines Spiels kombinieren –, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Das ist die breiteste Funktionspalette unter den hier besprochenen Apps.
Bet Builder und Kombiwette sind dabei nicht dasselbe Geschäft mit zwei Namen. Eine Kombiwette verbindet mehrere Spiele, ein Bet Builder bündelt mehrere Märkte innerhalb eines Spiels – und bei einer Bündelung innerhalb eines Spiels hängen die Einzelereignisse stärker zusammen als bei zwei verschiedenen Partien. Bei der Kombiwette werden die Quoten der Einzelwetten zu einem gemeinsamen Preis multipliziert, bei einem Bet Builder tut die Plattform dasselbe mit Ereignissen desselben Spiels. Der Preis eines Bündels ist in beiden Fällen kein Preis, sondern eine Multiplikation.
Live-Streaming ist ein Zusatz zur App und keine Aussage über die Quote – und in Deutschland eine Aussage mit Grenzen, weil Live-Wetten nur auf bestimmte Ereignisse zulässig sind. Wer den Stream nutzt, um auf den nächsten Korb zu setzen, wird den Markt in einem lizenzierten deutschen Angebot nicht finden.
Tiptorro: viele Wettformen, Rückkauf statt Stillhalten
Tiptorro ist seit dem 30. Juni 2021 auf der Whitelist geführt, mit einer Nachfolgeeintragung vom 27. Dezember 2022; Inhaber ist die Torro Tec Limited.
Bei Tiptorro können Tipps vor Spielbeginn und live als Einzel-, Kombinations-, Mehrweg- und Systemwetten abgegeben werden; solange das Ticket offen ist, ist ein Rückkaufangebot möglich, und zwar als Cashout und als Teil-Cashout. Damit ist das Spektrum der Wettformen das breiteste in dieser Liste – Systemwetten kennt nicht jede Plattform.
Eine Systemwette ist der Gegenentwurf zur klassischen Kombiwette. Sie erlaubt, dass einzelne Auswahlen falsch sein dürfen, und verteilt denselben Einsatz über mehrere Kombinationen derselben Auswahlen. Ein solches Ticket hat entsprechend mehr Einzelwettenpositionen und jede davon trägt die Marge ihres Marktes – die Struktur verbilligt also nichts, sie verteilt nur anders. Das Rückkaufangebot kommt beim Systemwetten-Ticket mit derselben Einschränkung wie bei jeder anderen Wette: Es ist ein Preis des Anbieters und kein Marktpreis, und Objekt ist der jeweilige Anbieter.
Wer mehrere Auswahlen mit etwas Fehlertoleranz spielen will, findet hier die passende Form. Wer Kapital und Marge minimieren will, spielt eine Einzelwette und hat die kleinste Angriffsfläche.
Warum dieselbe Wette bei verschiedenen Anbietern unterschiedlich viel zahlt
Die Frage, die fast jeden Vergleich auslöst, hat eine unspektakuläre Antwort: Der Preis einer Wette ist kein Naturgesetz, sondern eine Zahl, die ein Buchmacher gegen einen Einsatz setzt. Und das führt zu einer Verteilung, die man leicht übersieht: Der Unterschied zwischen einem Anbieter mit sehr enger Marge und einem mit weiter Marge ist für eine einzelne Wette klein. Über viele Wetten hinweg ist er der Unterschied zwischen einem Hobby und einem teuren Hobby.
Ein Teil der Differenz kommt aus der Marge, ein zweiter aus dem Bermessen des Preises selbst. Ist ein Markt mit drei Ausgängen versehen, verteilt sich die Marge auf mehr Seiten, und bei einem ausgeglichenen Buch verdient der Buchmacher planbar – nicht an einem einzelnen Ticket, sondern über alle. Man kann aus einer einzelnen Quote also nicht ablesen, wie sich ein Spieler verhalten soll; man kann nur ablesen, wie der Anbieter kalkuliert.
Ein weiterer Treiber ist die Breite des Angebots. Wer eine Aktion mit einer Mindestquote von 1,80 und einem Maximalbetrag pro Wettschein rechnet, muss den Ausgangspreis gegenrechnen. Und nicht zuletzt die Struktur des Marktes selbst: Ein Zweiweg- und ein Dreiwegmarkt zahlen nicht gleich aus, und zwar für keinen Anbieter. Ein Vergleich über mehrere Sportarten hinweg ist daher ein Vergleich von Margen und nicht nur von Quoten.
Es gibt außerdem eine Grenze, die jede Quotenseite zeigen sollte und in den seltensten Fällen zeigt. Wie viele Live-Märkte ein lizenzierter Anbieter überhaupt anbieten darf, ist nicht seine Entscheidung. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor beziehungsweise den nächsten Satz zulässig, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Erlaubt sind der nächste Treffer im Fußball und der nächste Satz im Tennis – nicht der nächste Punkt, nicht der nächste Korb. Der sichtbare Live-Bestand eines lizenzierten Anbieters ist deshalb immer nur ein Ausschnitt dessen, was der Anbieter darstellen könnte. Der begrenzende Faktor ist der Rahmen, nicht die Bereitschaft.
Zulassung und Rechtslage: der Rahmen, in dem ein Quotenvergleich stattfindet
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale) ist die Aufsichtsbehörde nach dem GlüStV 2021, das seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten oder zu vermitteln (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV), und sie überwacht und bußt (§ 28a). Die Steuer ist eine Sache des Finanzamts, nicht der Behörde.

Die Whitelist als einziger Prüfstein
Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 ist der einzige Test einer Erlaubnis. Einträge: 30 zum Stichtag, 27 Sportwettinhaber, drei reine Pferdewettinhaber. Jede eingetragene Domain ist eine .de-Domain – was aber nichts beweist, denn ein .de-Name allein ist keine Erlaubnis. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1); die Whitelist zeigt nur Erstdaten und nie ein Enddatum. Das Sportwetten-Angebot findet nur auf der Domain statt, die unter der Sportwettenerlaubnis geführt wird.
Zum Stichprobenzeigen sei hier ein Eintrag herausgehoben: Für bet365 nennt die Whitelist als Anbieter die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta. Das ist ein Beispiel dafür, dass hinter einer bekannten Marke eine ganz anders benannte Gesellschaft stehen kann – der Name auf der Liste und der Name auf der Werbetafel sind zwei verschiedene Dinge.
Was überhaupt gewettet werden darf
Erlaubt sind feste Quoten- oder Ergebniswetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorkommnisse darin, als Einzel- oder Kombiwetten (§ 21 Abs. 1), und nur Wettformen, die die Behörde erlaubt hat – die Rede ist hier vom Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5. Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen vor allem Minderjährige oder Amateure teilnehmen – nach behördlicher Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich –, ferner manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig.
E-Sport: Die Behörde stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Eine lizenzierte E-Sport-Wette gibt es in Deutschland nicht. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein gesetzliches Höchstlimit pro Wette existiert für Sportwetten nicht.
Der Schutzapparat und die Steuer
Teilnahme ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3). Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung (§ 6a); vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei abgeglichen. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es vorsieht, kann für eine Einzelperson ein höheres Limit setzen (bis 10.000 €; 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler), aber nur auf nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hin – eine Selbstauskunft genügt nicht. Absenken wirkt sofort, Anheben nach sieben Tagen. Paralleles Spielen ist untersagt (§ 6h, Aktivitätsdatei).
OASIS (§§ 8, 8a) ist das bundesweite Sperrsystem und wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Ausländische Seiten sind weder mit OASIS noch mit LUGAS verbunden – die Werkzeuge, die in Deutschland greifen, greifen dort nicht.
Zahlungen (§ 6b Abs. 4): nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut; anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wettmarkt heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7).
Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Wetteinsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Wettenden (§ 19). Ob und wie sie weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter; eine Weitergabe lässt sich für einen namentlich genannten Anbieter nur aus dessen eigenen Bedingungen ablesen. Die Steuer gilt auch für nicht lizenzierte Anbieter, denn gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.
Werbung und Bonusregeln
Werbung dürfen nur Erlaubnisinhaber machen (§ 5 Abs. 7). Das Verbot zwischen 6 und 21 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casino-Spiele, nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Sender, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Das GlüStV setzt Sportwettenboni weder fest noch deckelt sie: Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Was ohne deutsche Erlaubnis gilt
Sportwetten nach Deutschland zu vermitteln, ohne eine deutsche Erlaubnis zu besitzen, ist unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung – die Behörde warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten. Strafrechtlich steht auf dem Veranstalten (§ 284 StGB) eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe, auf der Werbung bis zu einem Jahr; die Teilnahme (§ 285 StGB) kann mit bis zu sechs Monaten oder einer Geldstrafe geahndet werden, wobei Verfolgungen einzelner Spielender nicht festgestellt sind. Das ist weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung. Die Aufsicht kann Verbote aussprechen sowie Zahlungen und Netzwerke sperren (§ 9).
Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten; eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Anspruch auf Rückzahlung ist damit für niemanden zugesagt.
Zwei Wege, zwei Pakete
Am Ende läuft die Wahl auf einen Vergleich zweier Pakete hinaus, und es lohnt sich, beide ehrlich nebeneinanderzustellen.
Der lizenzierte Weg bringt Rechtssicherheit, den Schutzapparat mit OASIS und LUGAS und eine Auszahlung aus einem insolvenzgeschützten Konto – und dazu vier Einschränkungen, die kein Werbetext erwähnt: das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat als Standard, das eng begrenzte Live-Markt-Angebot, die vollständige Verifizierung vor jeder Auszahlung und die Zahlung ausschließlich vom eigenen Konto.
Der Weg zu einem nicht lizenzierten Anbieter bringt mehr Spielraum bei Limits und häufig ein breiteres Live-Angebot, dafür aber keine Erlaubnis, keinen Zugang zu den deutschen Schutzsystemen und keinen deutschen Rechtsweg. Die höheren Limits, mit denen solche Anbieter locken, sind kein Service; sie sind der Grund, warum der Schutz dort nicht greift.
Wer ab und zu eine Wette setzt und Wert auf ein funktionierendes Beschwerdesystem legt, wählt den lizenzierten Weg und lebt mit dem Monatslimit. Wer sein Limit monatlich ausschöpfen will, stößt an dieselbe Grenze wie jeder andere – und an eine Grenze zu stoßen, die der Gesetzgeber für alle gleich gesetzt hat, ist kein Nachteil eines einzelnen Anbieters.
Ausländische Anbieter und ihre Werbeversprechen
Die Werbung nicht lizenzierter Anbieter arbeitet fast immer mit demselben Versprechen: höhere Limits, mehr Live-Märkte, keine Obergrenze. Der Satz ist nicht falsch, er ist nur unvollständig. Wo kein deutsches Limit greift, greift auch kein deutscher Schutz. Wo kein OASIS abgefragt wird, gibt es auch keine Selbstsperre, die über alle Anbieter hinweg wirkt. Und wo keine deutsche Erlaubnis vorhanden ist, gibt es keinen deutschen Rechtsweg, der sich an einen Standard halten müsste.
Dass die zuständige Behörde gegen solche Angebote vorgeht, zeigt der Fall eines Anbieters, vor dem sie am 17. September 2026 ausdrücklich gewarnt hat. Solche Warnungen richten sich nicht an die Betreiber, sondern an die Spielenden – sie sind ein Hinweis darauf, wie ernst die Aufsicht den Zugang zu nicht lizenzierten Seiten nimmt.
Wer Preise vergleicht, sollte deshalb zuerst die Liste und dann die Quoten lesen. Eine Quote, die bei keinem eingetragenen Anbieter steht, ist kein besseres Angebot; sie ist ein Angebot ohne Erlaubnis.
Kontrolle statt Vertrauen: die fünf Minuten, die sich lohnen
Ein Quotenvergleich zeigt Preise, aber er zeigt nicht, ob ein Preisanbieter eine Erlaubnis hat. Diese Prüfung dauert wenige Minuten und ist die einzige, die der Spielende nicht delegieren kann. Die Whitelist der zuständigen Behörde ist öffentlich einsehbar. Wer dort nachsieht, sucht nicht den Markennamen, sondern den Namen der Domain – und findet in der Zeile danach die Gesellschaft, die die Erlaubnis hält.
Der Schritt lohnt sich aus zwei Gründen. Erstens führt der Weg über die falsche Domain ins Leere: Sportwetten finden nur auf der Domain statt, die unter der Sportwettenerlaubnis geführt wird. Zweitens ist die Whitelist eine Momentaufnahme. Wer kurz vor einer größeren Wette steht, liest die Liste neu, statt sich auf einen Screenshot von vor drei Monaten zu verlassen.
Ein letzter Satz zur Steuer, weil er jeden Vergleich betrifft. Die Sportwettensteuer trifft den Veranstalter, nicht den Wettenden. Ob und in welchem Umfang sie in die Quote eingerechnet wird, steht in den Bedingungen des Anbieters und wird nirgends zentral ausgewiesen. Wer zwei Quoten für dasselbe Ereignis vergleicht und einen Unterschied von ein paar Hundertstel sieht, sieht im günstigsten Fall eine engere Marge und im ungünstigsten Fall einen Steuerabzug, den ein anderer Anbieter anders weiterreicht. Das lässt sich nur prüfen, indem man in die Bedingungen des jeweiligen Anbieters sieht.
Bei Bonusangeboten gilt dasselbe. Ein Anbieter nennt das Maximum, die Höhe des Einsatzes und eine Mindestquote – der Rest ist Rechenarbeit des Spielenden. Genau dafür ist der Rechenweg in diesem Text da. Er ersetzt die Frage „Welcher Bonus ist am größten?“ durch die Frage „Wie oft muss ich mit welcher Mindestquote umsetzen, bis ich mein Geld sehe?“ Das sind zwei verschiedene Fragen, und nur die zweite hat eine Antwort, die sich überprüfen lässt.
Was von einem Quotenvergleich bleibt
Der eigentliche Ertrag der Rechnerei ist nicht der beste Anbieter. Es ist die Fähigkeit, einer Zahl anzusehen, was sie verschweigt. Eine Quote 1,90 neben einer Quote 1,90 auf beiden Seiten malt ein freundliches Bild; sie verdeckt eine Marge von rund 5 %. Eine Quote 1,80 tut dasselbe mit einer Marge von rund 10 %. Beide werden als „Top-Quote“ beworben, und beide sind es in ihrem Markt vielleicht sogar.
Wer diesen Blick einmal hat, braucht keine Bestenliste mehr, um sich zu orientieren. Und wenn er ihn nach drei Monaten wieder verliert, ist das kein Drama. Quoten ändern sich schneller als Gewohnheiten, und keine Rechnung von gestern entscheidet über die Wette von morgen.
Häufige Fragen zum Sportwetten Quotenvergleich
Wie nutzt man einen Quotenvergleich richtig – und was zeigt er nicht?
Er zeigt Preise für dieselbe Wette und macht Unterschiede zwischen Anbietern sichtbar. Er zeigt aber nicht, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat: Das prüft man selbst über die Whitelist, indem man die Domain sucht. Und er zeigt keine längere Wettsitzung – eine gute Quote ist kein Grund für einen höheren Einsatz.
Wie berechnet man die Marge eines Buchmachers aus den Quoten?
Man bildet den Kehrwert jeder Quote eines Marktes, addiert diese Werte und teilt 1 durch die Summe. Das ergibt die Ausschüttungsquote; die Marge ist der Rest bis 100 %. Bei einem illustrativen Zweiwegmarkt mit 1,90 auf beiden Seiten liegt die Ausschüttung bei rund 95 %, die Marge also bei etwa 5 % – als Band etwa 4,7 bis 5,3 %.
Warum unterscheiden sich die Quoten für dasselbe Spiel zwischen lizenzierten Anbietern?
Weil jede Quote eine Kalkulation ist und keine Messung. Buchmacher setzen ihre Quoten so, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten zusammen mehr als 100 % ergeben; der Überschuss ist die Marge. Wie groß sie ausfällt, hängt von Markt, Sportart und Sportwettprogramm ab – und davon, wie ein Anbieter seinen Preisaufschlag verteilt.
Worin unterscheiden sich Zweiweg- und Dreiwegwetten beim Quotenvergleich?
Ein Zweiwegmarkt hat zwei Ausgänge – etwa Sieg oder Niederlage im Tennis – und wird typischerweise mit rund 90 % Ausschüttung geführt. Ein Dreiwegmarkt hat drei Ausgänge – Sieg, Unentschieden, Niederlage im Fußball – und liegt typischerweise bei rund 85 %. Ein Vergleich über beide Markttypen hinweg vergleicht also zwei Ausschüttungsniveaus.
Wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf die verglichene Quote aus?
Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Wettenden, und ob und wie er sie weitergibt, entscheidet er nach seinen eigenen Bedingungen. Manche Anbieter ziehen stattdessen einen eigenen Abschlag vom Gewinn ab. Ein Quotenvergleich führt deshalb zu kurz, wenn dahinter nicht die Bedingungen des Anbieters gelesen werden.
Warum sollte man nur Anbieter auf der GGL-Whitelist vergleichen – und was bedeutet das Limit von 1.000 € dort?
Die Whitelist ist der einzige Nachweis einer deutschen Erlaubnis; nur dort eingetragene Anbieter dürfen hier Sportwetten anbieten und unterliegen dem Schutzapparat. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt über alle lizenzierten Anbieter hinweg und wird über die Limitdatei abgeglichen – ein zweites Konto erhöht das Budget nicht.
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Inhalt erstellt vom Team «Golfwetten»
