Online auf Futsal wetten – was Schutzregeln, Spielplan und Anbietercheck wirklich bedeuten

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026. Grundlage der Erlaubnisangaben ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in der Fassung vom 2. Oktober 2026.

Eine leere Sporthalle mit hellem Hallenboden, kleinen Toren an beiden Enden und blauen Linien, Licht fällt von oben.
Die erste FIFA-Futsal-Weltmeisterschaft fand 1989 in den Niederlanden statt; Brasilien gewann das Finale gegen die Niederlande mit 2:1.

Spielspaß mit Grenzen: was in 2026 vor jedem Wettschein steht

Ein futsalbegeisterter Spieler, der sich an einem Samstagabend bei einem deutschen Anbieter anmeldet, stößt auf eine Wand aus Formalien, bevor er die erste Quote sieht. Das ist keine Schikane des Veranstalters. Es ist das GlüStV 2021 in seiner Anwendung auf jeden einzelnen Kunden, und wer diesen Rahmen nicht kennt, wettet entweder teurer als nötig oder dort, wo im Streitfall niemand für ihn einsteht. Das folgende Kapitel ordnet deshalb zuerst den Schutzrahmen ein, bevor es um Märkte, Quoten und Anbieter geht — nicht, weil die Regeln wichtiger sind als der Sport, sondern weil sie die Grenzen festlegen, in denen jede Futsal-Wette in Deutschland überhaupt stattfindet.

Die erste Grenze ist banal und trotzdem die härteste: Teilnehmen darf nur, wer 18 Jahre alt ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Futsal ist ein Sport, der in Deutschland stark im Jugend- und Amateurbereich lebt. Genau dort wird aber nicht gewettet, jedenfalls nicht bei einem legalen Anbieter, und dazu im Kapitel über unzulässige Wetten mehr.

Ein leerer Papierwettschein und ein Kugelschreiber liegen auf einer glatten Schreibtischplatte neben einem Notizbuch.
Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Verifizierung: 72 Stunden Vorschuss, dann Stillstand

Wer sich neu anmeldet, darf nach § 6a GlüStV nur eingeschränkt spielen, solange die Identität nicht vollständig geprüft ist. Der Anbieter kann in diesem Fenster höchstens 72 Stunden lang Spielbetrieb zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € — und in dieser Phase werden keine Gewinne ausgezahlt. Auszahlungen erfolgen ohnehin erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses, auf das gewettet wurde.

Das ist ein Ablauf, den viele unterschätzen. Man meldet sich an, zahlt ein, gewinnt früh, und dann sitzt der Gewinn hinter einer Verifizierung fest, die man an einem Werktag erledigen muss. Für Futsal bedeutet das konkret: Wer auf ein Turnier setzen will, das an einem Wochenende läuft, hat mit einer am Mittwoch abgeschlossenen Verifizierung einen ruhigeren Samstag. Ein Konto pro Anbieter ist Pflicht, die vollständige Verifizierung ebenfalls, und paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei untersagt.

Das Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € im Monat

Die zweite Zahl, die jeder Futsal-Wetter kennen sollte, ist 1.000 €. So hoch ist das Einzahlungslimit je Kalendermonat über alle Anbieter hinweg nach § 6c Abs. 1 GlüStV im Standardfall, abgewickelt über die LUGAS-Limitdatei. Es gilt anbieterübergreifend, weil es die Summe der Einzahlungen über den gesamten legalen Markt begrenzt — nicht je Buchmacher.

Sonderfälle haben eigene Regeln. Ein Anbieter darf für eine einzelne Person ein höheres Limit bis zu 10.000 € ansetzen, in besonderen Fällen 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler, aber nur auf nachweisbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Nach unten wirkt eine Absenkung sofort, nach oben erst nach 7 Tagen.

Wer das falsch versteht, rechnet falsch. Ein Beispiel aus der Praxis: Jemand setzt sich selbst ein Budget von 300 € pro Monat und verteilt es auf drei Anbieter, weil er glaubt, das Limit gelte pro Buchmacher. Es gilt nicht pro Buchmacher. 300 € bleiben 300 €, und wer die Summe nicht über die Limitdatei im Blick behält, merkt erst beim nächsten Einzahlungsversuch, dass sein eigenes Budget längst verbraucht ist.

OASIS und der Panikbutton

Neben den Limits steht das Sperrsystem. OASIS ist das bundesweite Sperrregister nach §§ 8, 8a GlüStV, das bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich dort eintragen lässt und dabei einen Zeitraum nennt, bleibt mindestens 3 Monate gesperrt; ohne Zeitraum gilt mindestens 1 Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst dagegen eine sofortige 24-Stunden-Blockade aus — das ist die Notbremse mitten im Spielverlauf, nicht die dauerhafte Selbstsperre.

Der entscheidende Punkt daran betrifft die Wahl des Anbieters, und das ist auf dieser Seite die zentrale Frage: Offshore-Angebote sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen. Wer dort wettet, hat keine Selbstsperre, die greift, kein gemeinsames Limit, das ihn bremst, und im Streitfall keinen deutschen Weg zurück. Umgekehrt kauft man sich mit einer deutschen Erlaubnis nicht Bequemlichkeit, sondern Reichweite eines Schutznetzes, das an jedem Login mitläuft. Beides ist eine Wahl mit Preis.

Was der Spielende selbst prüfen kann

Die Schutzregeln wirken nur, wenn die Kontodaten stimmen. Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV ausschließlich von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt; anonyme Zahlungsmittel sind unzulässig. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem legalen deutschen Sportwettenmarkt heraushält — nicht als Nebeneffekt, sondern als Zweck der Regel.

Guthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Wird das Konto geschlossen, wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7 GlüStV). Auch das ist eine Wahlentscheidung: AGB, die diesen Punkt transparent ausweisen, sind ein anderes Versprechen als ein Anbieter ohne deutschen Sitz, bei dem das Guthaben Teil seiner Bilanz ist.

Grundlagen des Spiels: 2 × 20 Minuten und kein Tor für Durchschnittsgefühl

Futsal sieht aus wie Hallenfußball und ist trotzdem eine eigene Sportart mit eigenen Regeln — und genau diese Regeln entscheiden darüber, welche Wetten überhaupt Sinn ergeben. Das Bild, das viele im Kopf haben, ist das einer schnellen Variante für Zwischendurch. Die Zahlen sagen etwas anderes.

Ein kleiner schwerer Ball liegt in einer Halle auf dem Parkett vor einem Tor, warmes Licht aus den Deckenstrahlern.
Futsal wird von zwei Mannschaften mit je fünf Spielern gespielt, einschließlich Torhüter; die Spielzeit beträgt 2 × 20 Minuten Nettospielzeit.

Gespielt wird von zwei Mannschaften mit je fünf Spielern, einschließlich Torhüter. Die Spielzeit beträgt 2 × 20 Minuten Nettospielzeit, die Uhr wird bei jeder Unterbrechung angehalten. Zwischen Futsal und einem Fußballspiel mit 2 × 45 Minuten plus Nachspielzeit liegt damit eine komplett andere Zeitökonomie. Für den Wetter heißt das: die effektive Spielzeit ist kurz, es wird fast permanent gewechselt, und der Ball rollt in einem Tempo, in dem eine einzelne Aktion ein Ergebnis kippen kann, das in einem 90-Minuten-Spiel noch korrigierbar wäre.

Zehn-Meter-Freistoß ab dem fünften Foul

Eine Regel mit direkten Folgen für Wetten auf Tore und Handicaps ist die Foulzählung. Mannschaftsfouls werden pro Halbzeit gezählt. Ab dem fünften Mannschaftsfoul erhält der Gegner bei jedem weiteren Foul einen Zehn-Meter-Freistoß ohne Mauer — eine Strafe, die einem Elfmeter deutlich näher liegt als einem Freistoß aus dem Halbfeld. Ein Spiel, das in der zweiten Halbzeit bei vier Fouls einer Mannschaft steht, ist ein anderes als eines mit null.

Dazu kommen Regeln, die den Spielfluss verschieben, statt ihn zu unterbrechen: Jedes Team darf pro Halbzeit eine Auszeit von 60 Sekunden nehmen. Einwechslungen sind unbegrenzt und fliegend möglich. Wer aus Fußballerfahrung eine Bank mit drei Wechseln erwartet, liest die Futsal-Wettmärkte falsch.

Jeder Spielerwechsel, jede Auszeit, jedes Foul — all das fließt in eine Nettospielzeit, in der die Uhr ohnehin schon steht. Ein Tor in der 19. Minute fällt damit später als in der 19. Minute eines Fußballspiels, und Totals wie „über/unter 4,5 Tore“ bedeuten in einem 40-Minuten-Spiel etwas völlig anderes als dieselbe Zeile auf einem Bundesliga-Wettschein.

Turniere und Hallenligen: der Spielplan entscheidet

Die Weltmeisterschaften des Futsal waren von Anfang an ein brasilianisches Projekt. Die erste FIFA-Futsal-Weltmeisterschaft fand 1989 in den Niederlanden statt; Brasilien gewann das Finale gegen die Niederlande mit 2:1. Es folgt einer Systematik, die sich durch die ganze Sportart zieht: Auf kontinentaler Ebene wurde die erste UEFA-Futsal-Europameisterschaft 1996 in Spanien ausgetragen, und Spanien gewann das Finale gegen Russland mit 5:3.

Diese beiden Namen sind für die Auswahl des Anbieters relevanter, als sie aussehen. Die FIFA ist seit 1989 für die Regeln des Futsal als offizielle Hallenvariante des Fußballs zuständig, die UEFA richtet die europäischen Vereins- und Nationalmannschaftswettbewerbe aus. Für den Wetter bedeutet das: Nur die Spiele der von diesen Verbänden ausgetragenen Turniere und der nationalen Hallenligen sind Kandidaten für ein Wettprogramm bei einem deutschen Anbieter. Junge Kaderspiele, Freundschaftsturniere und Amateurligen fallen in ein Feld, in dem der legale Markt nicht tätig werden darf.

Über die Jahre hat sich Futsal international etabliert; das Wettangebot ist trotzdem schmal.

Was der Spielplan eines Turniers zeigt, ist deshalb nicht nur eine Terminliste. Er zeigt, ob Spieler vom Kaliber eines regulären Nationalkaders im Kader stehen — und damit, ob ein Wettanbieter diese Partie überhaupt anbieten darf. Der Hallenboden, die drei Meter mal zwei Meter großen Tore, der 410 bis 440 Gramm schwere Ball der Größe 4 auf einem 38 bis 42 Meter langen Feld: das sind die Bedingungen, unter denen sich die Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Tores anders verteilt als im Fußball, und die Tordichte ist die wichtigste Kenngröße.

Warum die Tordichte fast alle Standardwetten verbiegt

Futsal-Tore entstehen aus Situationen, die in einem Fußballspiel selten sind: schnelle Umschaltmomente auf engem Feld, Distanzschüsse mit einem Ball, der weniger flattert als ein Lederball, und der Zehn-Meter-Freistoß. Für den Wetter ist der Effekt banal und trotzdem der am häufigsten unterschätzte: die klassischen Fußball-Quotenfunktionen übertragen sich nicht eins zu eins. Ein 1,90 auf den Favoriten in der Bundesliga trägt eine andere Trefferwahrscheinlichkeit als dieselbe Zahl auf eine Futsal-Partie mit dichterem Torabstand.

Ein gewonnener Einzelwettensatz wird nach der schlichten Beziehung Einsatz × Quote zurückgezahlt. Bei 10 € Einsatz auf eine Quote von 2,10 sind das 21 € Rückzahlung, davon 11 € Nettogewinn. Diese Rechnung ändert sich nicht, egal wie schnell die Uhr läuft — wohl aber die Wahrscheinlichkeit, mit der sie aufgeht. Wichtiger als die Frage, was eine gewonnene Wette zahlt, ist deshalb die Frage, was der Buchmacher von jedem Einsatz behält. Das lässt sich an jeder Quote ablesen, und die Beispielrechnung dazu ist im Kapitel „Von der Quote zum echten Vergleich: die Marge dieses Marktes“ erläutert.

Futsal ist auch kein Nischensport, in dem wenige Anbieter eine Monopolquote stellen können. Er ist ein Weltsport mit regulierten Turnieren und entsprechend umkämpften Preisen — sobald ein Anbieter ihn überhaupt im Programm führt. Genau dieses „sobald“ ist in Deutschland die Engstelle.

Spielplan und Wettmärkte: fünf Spieler, wenig Angebot

Futsal ist ein Sport, der in Deutschland mehr gespielt als gewettet wird. Diese Diskrepanz ist der wichtigste Einzelbefund für jeden, der hier einsteigen will: Wer eine reiche Auswahl an Futsal-Märkten erwartet, wie er sie von Fußball kennt, wird enttäuscht. Was es gibt, ist ein überschaubares Set an Märkten, das sich um drei Fragen dreht: Ergebnis, Toranzahl und Spielverlauf.

Die Markttypen, die ein lizensiertes Wettprogramm hergibt

Das GlüStV erlaubt nach § 21 Abs. 1 Festquotewetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts daraus sowie auf Vorkommnisse darin — als Einzelwette oder Kombiwette. Kombiniert werden dabei mehrere Auswahlen, deren Quoten zu einer Gesamtquote multipliziert werden. Bei drei Auswahlen mit den Quoten 2,10, 3,40 und 3,60 ergibt das eine Gesamtquote von 25,704, und aus 10 € Einsatz würden im Gewinnfall 257,04 € — dieselbe Mechanik, die auch die Preisbildung jedes Einzelmarktes verzerrt, weil der Buchmacher in jeder der drei Auswahlen seine Marge eingebaut hat.

Bei den Einzelmärkten auf eine Futsal-Partie ist die Auswahl grundsätzlich ähnlich aufgebaut wie im Fußball, aber dünner. Es steht der klassische 1X2-Markt auf den Ausgang, es stehen Torwetten auf die Gesamtzahl, und es stehen Handicap-Varianten zur Verfügung, die die Tordichte ausgleichen sollen — bei einer Sportart, in der drei Tore in fünf Minuten fallen können, ist ein Handicap von ±0,5 deutlich schwerer zu gewinnen als im Fußball. Was fehlt, ist die Breite: Spieler-, Schiedsrichter- und Spezialmärkte sind in Deutschland nicht die Regel.

Dazu kommt eine Vorgabe, die den Markt selbst betrifft: erlaubt sind nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 zugelassen hat. Ein Anbieter kann also nicht einfach ein neues Wettformat erfinden und es Futsal anhängen. Das erklärt, warum die Programme so ähnlich aussehen — und es erklärt, warum ein Vergleich über die Zahl der angebotenen Märkte schnell an seine Grenzen stößt.

Live-Wetten: der nächste Treffer, sonst nichts

Wer Live-Wetten auf Futsal sucht, stößt auf die schärfste Einschränkung des ganzen Marktes. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente möglich, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Der nächste Treffer im Fußball ist erlaubt, das nächste Ass im Tennis auch. Nicht erlaubt sind dagegen der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball.

Für Futsal heißt das: Der Live-Markt beschränkt sich auf das Spielende-Ergebnis und auf den nächsten Treffer. Wer auf die nächste Ecke, den nächsten Einwurf, den nächsten Zehn-Meter-Freistoß oder die nächste Verwarnung setzen möchte, findet keinen legalen Anbieter dafür. Das ist eine Zulassungsfrage, keine Geschmacksfrage. Die GGL entscheidet, welche Komponenten in welcher Sportart als Einzelereignis gelten, und die Futsal-spezifischen Vorkommnisse gehören nicht dazu.

Ein Live-Treffer auf das nächste Tor klingt einleuchtend und ist in Futsal besonders schwer zu greifen. Ab dem fünften Mannschaftsfoul ist der nächste Zehn-Meter-Freistoß fast unvermeidlich — nur ist ein Zehn-Meter-Freistoß kein Tor, und die Quote dafür gibt es nirgends. Der Bruch zwischen dem, was ein Zuschauer in der Halle weiß, und dem, was er auf einen Wettschein schreiben darf, ist in Futsal größer als in irgendeinem anderen Sport.

Wie sich eine Futsal-Wette von einer Fußballwette unterscheidet

Wer aus dem Fußball kommt, trägt vier Annahmen mit, die in Futsal nicht stimmen. Die Spielzeit ist kurz; 40 Minuten Nettospielzeit, in denen die Uhr steht, beantwortet die Frage nach dem berühmten „späten Tor“ anders, weil es die späte Minute im Sinn eines 90-Minuten-Spiels nicht gibt. Die Anzahl der Spieler ist kleiner; fünf gegen fünf lässt ein Feld, auf dem eine Unterzahl deutlich weniger Raumverlust bedeutet als bei elf gegen elf.

Steht ein Futsal-Spiel in der K.-o.-Phase nach 2 × 20 Minuten unentschieden, folgt eine Verlängerung von 2 × 5 Minuten. Das ist wettentscheidend und wird ständig übersehen: Der 1X2-Markt bezieht sich auf den Ausgang nach regulärer Spielzeit, und ein Handicap kann durch die Verlängerung hinwegfallen, wenn der Anbieter nicht ausdrücklich die Endabrechnung nach Verlängerung als Regelung ausweist. Wer ein Turnier-Ergebnis eintippt, sollte die Abrechnungsregel in den Bedingungen nachlesen — dort steht, ob die Verlängerung zählt. Kurze Spielzeit, unbegrenzte Wechsel, Foul-basierte Freistöße, Verlängerung: vier Punkte, an denen eine Futsal-Wette aufhört, eine Fußballwette zu sein.

Was in Deutschland nicht gewettet werden darf

Die schärfste Grenze des Marktes ist keine Quote, sondern ein Verbot. Veranstaltungen, ausgeschlossen sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren sowie auf manipulationsanfällige Ereignisse und auf Regelverstöße oder deren Ahndung (§ 21 Abs. 1a GlüStV). In der Verwaltungspraxis der GGL gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich.

Auf Futsal übertragen heißt das: Der Breitensport, in dem diese Sportart in Deutschland stattfindet, ist für das legale Wettprogramm tabu — von Ausnahmen wie möglichen Schulsportwettbewerben, die praktisch irrelevant sind, einmal abgesehen. Nur Spiele auf einem Niveau, das die GGL nicht dem Amateurbereich zuordnet, dürfen überhaupt bespielt werden, und das sind im Futsal die wenigsten Partien. Es gibt keine gesetzliche Einsatzobergrenze pro Wette. Wer eine Quote auf ein Kreisliga-Futsalspiel auf einem deutschen Anbieter findet, hat entweder eine Regel missverstanden oder ist auf einer Seite, die an dieses Regelwerk ohnehin nicht gebunden ist.

Wo die Quoten herkommen, wenn überhaupt welche kommen

Preise entstehen nur, wo ein Anbieter ein Futsal-Programm überhaupt führt. Nicht jeder der zehn deutschen Anbieter mit Erlaubnis tut das, und keiner von ihnen betreibt ein Futsal-Programm mit der Tiefe eines Fußballprogramms. Für den Wetter ist deshalb die Reihenfolge entscheidend: erst ein Anbieter, der den Sport überhaupt anbietet, dann dort der konkrete Markt, dann die Quote — nicht umgekehrt.

Wie schnell sich das ändert, hängt am Spielplan. Ein großes internationales Turnier mit einem Kader regulärer Nationalspieler kann kurzzeitig eine breitere Marktabdeckung erzeugen, während zu einem Zeitpunkt ohne großes Ereignis die Auswahl auf wenige Märkte je Partie zusammenfällt. Wer ein Turnier im Blick hat, prüft sein Konto einige Tage vorher, nicht ein paar Minuten.

Die Zeitfenster sind deutlich schmaler als im Fußball, und die Live-Wetten sind auf den nächsten Treffer beschnitten.

Von der Quote zum echten Vergleich: die Marge dieses Marktes

Die Marge zu verstehen ist der Unterschied zwischen einem Wetter, der die Preise liest, und einem, der sie beurteilt. Sie lässt sich an jeder 1X2-Stellung ablesen und macht den Futsal-Markt schnell einordbar.

Das Rechenbeispiel: ein illustrativer 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 — ein Beispiel zur Veranschaulichung, kein zitiertes Angebot. Addiert man die Kehrwerte der drei Quoten, erhält man den Quotenschlüssel: 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ 0,95238…, also rund 1,05. Der Kehrwert davon ergibt den Anteil, den die drei Quoten zusammen auszahlen — rund 95 % der Einsätze bei diesem Markt, und damit eine Marge von rund 5 %.

Diese Größenordnung ist der Vergleichsmaßstab, den ein Futsal-Wetter im Kopf behalten sollte. Sie gilt für den 1X2-Markt eines Wettanbieters, der diesen Sport führt, und sie unterscheidet sich je nach Markt und Anbieter — für einen Totals- oder Handicap-Markt und für eine Kombinationswette gelten andere Margen als für den 1X2-Markt, und ein einzelner Anbieter kann in einem Markt günstiger und im nächsten teurer sein. Kein Anbieter ist über alle Märkte hinweg der günstigste.

Was konkret aus 100 € Einsatzfolge wird, hängt dann an der Marge: Bei rund 5 % bleibt dem Wettersatz nach den Einsätzen im Durchschnitt etwa 95 € an Rückzahlungen, der Rest ist der Preis für das Recht zu wetten und wird in jeder Quote mitberechnet, in jeder Quote auf dem Wettschein.

Ein Ergebnis in der 40-Minuten-Nettospielzeit ist 3,6-fach, ein Unentschieden 3,4-fach und der Favorit 2,1-fach notiert.

Es ist zugleich der Grund, warum eine Quote, die gut aussieht, nicht automatisch gut ist. Für den Wetter, der auf lange Sicht auskommt, ist die Marge der strukturelle Verlustposten, den eine Strategie in jedem Fall überwinden muss — auch in einem Futsal-Markt mit dünner Liquidität, in dem wenige Anbieter die Preise nach eigenem Ermessen stellen. Wer auf lange Sicht wetten will, muss wissen, dass er mit jeder Wette gegen genau diese Zahl antritt; wer das nicht weiß, hat die einzige Rechnung nie gemacht, die immer aufgeht.

Deshalb ist ein Vergleich der Anbieter nur dann nützlich, wenn er die Margen mitprüft und nicht bei einem einzelnen starken Preis stehen bleibt. Ein starkes Angebot sagt etwas über ein Ereignis, nicht über den Anbieter.

Zwei Wege, dieselbe Zahl zu sehen

Ein Quotenschlüssel von 95 % und eine Marge von 5 % beschreiben denselben Markt. Wer nur die Auszahlungsquote liest, sieht das, was zurückkommt; wer nur die Marge liest, sieht das, was bleibt. Im Vergleich der Anbieter entscheidet die Perspektive darüber, welcher Anbieter günstig erscheint. Wichtig ist nur, dass beide Seiten der einen Zahl zusammen 100 % ergeben.

Was das Angebot bei den fünf größten Anbietern einschränkt

Die Mechanik der deutschen Erlaubnis gilt für alle gleich und trifft die Futsal-Wette überall gleichzeitig. Ein Anbieter, der den Sport führt, darf nur die von der GGL zugelassenen Wettarten anbieten, nicht mehr als das Endergebnis und den nächsten Treffer live, und nur auf Partien, die nicht dem Amateurbereich zugerechnet werden.

Ausgewählte Anbieter im Vergleich

Futsal bei zehn deutschen Anbietern: die Einordnung

Alle zehn hier beschriebenen Anbieter sind mit ihrem Sport-Angebot auf der GGL-Whitelist geführt. Diese Einordnung ist keine Empfehlung und kein Ranking.

Anbieter Betreiber laut Whitelist Sportwetten-Erlaubnis seit
Sportwetten NetX Betting Limited 19.11.2020
Betway Betway Limited 09.03.2021
Tiptorro Torro Tec Limited 30.06.2021
bet-at-home Bet-at-home Internet Limited 02.11.2020
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bet365 Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
bwin bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020

Was diese Tabelle nicht zeigt und nicht zeigen kann, ist die Breite des Futsal-Programms. Die Erlaubnis sagt nichts darüber, ob ein Anbieter für eine bestimmte Futsal-Partie tatsächlich eine Quote stellt. Die Whitelist ist der Einstieg, nicht die Antwort.

Sportwetten: Erlaubnis seit dem ersten Jahr des Marktes

Der Sportwetten-Betrieb ist unter der NetX Betting Limited in der GGL-Übersicht geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 19.11.2020. Das ist eine der ältesten Erlaubnisse der Liste. Für Futsal heißt das nicht mehr als für jeden anderen Sport: Die Erlaubnis ist der Rahmen, das Programm entscheidet der Anbieter.

Das Geschäftsmodell eines reinen Sportwettenportals ist in Deutschland das schlichteste: kein Casino im Hintergrund, das erklären müsste, warum die Sportquoten großzügig sind, um Kunden in einen anderen Bereich zu ziehen. Wer einen Anbieter sucht, dessen Quotenstellung nicht als Einladung in einen Automatenmarkt dient, findet hier die klarste Struktur. Ob er Futsal führt, ist an der konkreten Partie zu prüfen.

Betway: Cash-Out in drei Stufen

Der Betway-Cash-Out erscheint als grünes Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Zu den Fußballwerkzeugen gehört ein Wettkonfigurator, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Für Futsal gibt es dazu keine gesonderte Angabe zu einer Feature-Ausweitung, und darauf kommt es hier an: Wer Cash-Out als Sicherheitsnetz für ein Futsalspiel einplant, prüft zuerst, ob das Symbol in dieser Partie überhaupt auftaucht. Der halbe Ausstieg bleibt ein Feature, das der Anbieter gewähren kann oder nicht.

Tiptorro: der Anbieter mit der kleinsten Mannschaft dahinter

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten, die sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. Torro Tec ist als Betreiberin auch in der GGL-Übersicht geführt, mit einer Erlaubnis seit dem 30.06.2021. Kleiner Betreiber, klare Zuständigkeit — für einen Wetter, der Wert auf die Nähe zur deutschen Aufsicht legt, ist das ein nachvollziehbares Kriterium, für einen, der Live-Features sucht, weniger.

bet-at-home: Erlaubnis seit 2020, verlängert 2022

Bet-at-home ist in der GGL-Übersicht unter der Bet-at-home Internet Limited geführt. Die Sportwetten-Erlaubnis läuft seit dem 02.11.2020, eine Folgeerlaubnis datiert vom 22.12.2022, und für virtuelle Automatenspiele besteht seit dem 28.12.2022 eine separate Erlaubnis. Die zweite Erlaubnis ist ein eigenes Geschäft mit eigenen Regeln und sagt nichts über das Sportwettenangebot. Wer Futsal sucht, bleibt beim Sportwettenrecht, nicht bei den Slot-Regeln, die auf die Casino-Seite gehören.

ODDSET: die staatliche Herkunft als Unterscheidungsmerkmal

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat der ODDSET Sportwetten GmbH mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt; die zuständige Aufsichtsbehörde ist die GGL mit Sitz am Hansering 15 in Halle (Saale). Die Kombination aus Internet und Ladengeschäft ist bei den zehn Anbietern hier nicht selbstverständlich. Für einen Gelegenheitswetter, der den Schein im Laden ausfüllen will, ist das der strukturelle Vorteil — und zugleich der Hinweis, dass das Produkt für den Massenmarkt gedacht ist, nicht für den Spezialmarkt.

AdmiralBet: eine Erlaubnis mit drei Daten

AdmiralBet wird unter der Greentube Betting Malta Limited geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht seit dem 28.09.2022 eine eigene Erlaubnis. Die dreifache Datumsfolge ist kein Zufall der Buchführung: Sie zeigt, dass die Aufsicht Erlaubnisse in Wellen verlängert, und sie ist der Grund, warum die Whitelist als Momentaufnahme zu lesen ist und nicht als Urkunde mit Ablaufdatum.

bet365: die Muttergesellschaft im Ausland, die Erlaubnis im Land

Bet365 ist in der Whitelist unter der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta geführt. Eine Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und eine Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Die maltesische Holding ist keine Besonderheit des Anbieters, sondern die Rechtsform, in der ein großer Teil des Marktes organisiert ist. Bet365 bringt dafür die größte Internationalität in die Gruppe — ein Kriterium, das bei einem Turnier mit Beteiligung mehrerer Nationalverbände durchaus zählt, sofern das Futsal-Angebot überhaupt bis in die deutschen Bücher reicht.

Betano: Bet Builder und Streaming

Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten; in der Entwicklerbeschreibung sind Bet Builder — das Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels —, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL genannt. Der Bet Builder ist in Futsal interessant, weil er zwei Einschätzungen zu einem Preis bündelt: Tor und Ergebnis in einem Schein. Ob die Funktion für eine Futsal-Partie freigeschaltet ist, zeigt das Spiel selbst.

In der GGL-Übersicht steht für Betano die Betkick Sportsbetting Limited, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 19.02.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022.

Sportingbet: der Konfigurator und die Sportartenliste

Sportingbet führt im Wettangebot einen „Konfigurator+“ für Kombinationen aus mehreren Partien und Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Futsal steht in dieser Aufzählung nicht. Das ist der Punkt, an dem die Breite eines Buchmachers zur Falle wird: Ein Haus mit einer langen Sportartenliste hat nicht automatisch den Sport, den man sucht. Als Sportingbet (Deutschland) Limited mit Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 21.12.2022 ist der Anbieter auf der Whitelist geführt; entscheidend für einen Futsal-Spieler ist dagegen, was im konkreten Programm steht.

bwin: die zweite große Marke mit Malta-Holding

Bwin ist in der Whitelist unter der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira auf Malta geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Gleiche Erlaubnisdaten wie bet365 und Sportingbet, gleiche Aufsicht, gleicher Rahmen. Unterschiede liegen im Programm und in der Bedienung, nicht in der Erlaubnis.

Was der Vergleich über Futsal wirklich aussagt

Die zehn Anbieter unterscheiden sich in Details, die für Fußball und Tennis messbar sind: Streaming, Kombinationswerkzeuge, Marktbreite. Bei Futsal fallen die meisten dieser Unterschiede zusammen, weil der Sport selbst dünn bedient wird. Wer sich für einen Anbieter entscheidet, entscheidet deshalb faktisch zwischen zwei Wegen: einem deutschen Anbieter mit sicherem Rahmen und schmalem Futsal-Angebot oder einem Offshore-Angebot mit einem möglicherweise breiteren Futsal-Programm und einem Rechtsstatus, der im Streitfall keinen deutschen Anspruch bietet.

Rechtliche Lage: Erlaubnis oder unerlaubtes Glücksspiel

Zuständige Aufsicht ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), die unter dem GlüStV 2021 arbeitet, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV) und überwacht und ahndet Verstöße (§ 28a). Die Sportwettensteuer ist dagegen Sache des Finanzamts, nicht der GGL. Das ist keine Randnotiz: Wer eine Steuerfrage an die Aufsichtsbehörde richtet, ist an der falschen Adresse.

Der einzige belastbare Test für eine Erlaubnis ist die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV in ihrer Momentaufnahme. Die Fassung vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Betreiber mit Sportwettenerlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Betreiber ausschließlich für Pferdewetten. Alle gelisteten Domains sind .de-Domains — aber eine .de-Domain allein beweist nichts.

Der Typ der Erlaubnis: die Whitelist ist der einzige Test

Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist zeigt nur Vergabedaten, nie ein Enddatum. Wer in einer Diskussion mit dem Ablaufdatum eines Anbieters argumentiert, argumentiert mit einer Zahl, die es dort nicht gibt. Und die Whitelist sagt nicht, welche Sportart ein Anbieter führt — sie sagt nur, wer überhaupt darf.

Die Whitelist als Momentaufnahme lesen

Die Zahl 30 aus der Fassung vom 2. Oktober 2026 ist ein Zustand, kein Dauerzustand. Erlaubnisse werden nach fünf Jahren verlängert, und die Liste des Marktes umfasst deutlich mehr Betreiber, als ein einzelner Anbietervergleich je bespricht. Deshalb ist der Blick in die Whitelist vor einer Anmeldung nicht optionales Beiwerk, sondern der eigentliche Test. Ein Wettanbieter, der in dieser Liste fehlt, darf in Deutschland kein Sportwettenangebot vermitteln.

Die Aufteilung in Sport, Casino und Pferdewetten

Nur die unter der Sportwettenerlaubnis gelistete Domain darf Sportwetten annehmen. Slot-, Poker- und Casino-Erlaubnisse eines Betreibers sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln. Bei bet-at-home und AdmiralBet stehen beide Arten von Erlaubnissen in derselben Übersicht, was die Verwechslung begünstigt. Wer einen Sportwettenanbieter sucht, muss auf das Sport-Eintrag schauen und nicht auf die Casino-Erlaubnis desselben Betreibers.

Was ein Anbieter ohne diese Erlaubnis ist

Wer in Deutschland Sportwetten anbietet, ohne die Erlaubnis zu besitzen, begeht nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung — was zählt, ist die deutsche Erlaubnis. Die GGL warnt Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ (17. September 2026).

Die strafrechtliche Seite ist klar geregelt und betrifft in erster Linie die Anbieter: Das Veranstalten nach § 284 StGB steht unter Strafe bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, die Werbung bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt. Das ist weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung.

Was die Gerichte tun

Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter, die über keine deutsche Erlaubnis verfügten, zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage ging vom Bundesgerichtshof an den Europäischen Gerichtshof. Der BGH legte dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23); der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) hält Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Wer heute bei einem Offshore-Anbieter wettet, hat damit weder eine Zusage noch eine Drohung. Ein Rückzahlungsanspruch ist an einen Rechtsstreit gebunden, den der Einzelne führen muss, und ein Urteil ist keine automatische Rückerstattung.

Wo eine Futsal-Wette in dieser Lage landet

Zusammengefasst bleiben zwei Wege mit unterschiedlichem Preis. Ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis bietet Rechtssicherheit und den vollen Schutzrahmen, dafür gilt für ihn das Standard-Einzahlungslimit von 1.000 € monatlich, ein eingeschränktes Live-Programm, die vollständige Verifizierungspflicht und die Einzahlung vom Konto auf den eigenen Namen. Ein Offshore-Anbieter kennt OASIS und LUGAS nicht und kann die Einzahlung großzügiger auslegen, existiert aber in einem rechtlichen Graubereich ohne deutschen Anspruch.

Für den Futsal speziell kommt dazu, dass auch ein deutscher Anbieter nur die von der GGL zugelassenen Wettarten anbieten darf. Das Live-Angebot ist damit nicht nur dünn, es ist zulassungsbedingt eng. Wer auf die nächste Ecke während eines Futsalspiels setzen möchte, hat auf dem legalen Markt keine Möglichkeit. Dieser Satz ist unbequem und richtig.

Wohin die Sportwettensteuer die Quote zieht

Die Sportwettensteuer nach §§ 16–25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, der bezahlt wird, minus der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Umgerechnet sind das rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, was jedem, der die Steuer als reine 5,3 % auf den Einsatz liest, einen kleinen Rechenfehler liefert: 5,3 % von 105,3 % ist nicht 5,3 % von 100 %. Steuerschuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wetter (§ 19), und ob und wie er die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung. Sie bei einem einzelnen Anbieter aus seinen eigenen Bedingungen abzulesen, ist der einzige belastbare Weg. Die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter — eine bezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Dass ein Anbieter die Steuer übernimmt, ist ein legitimer Werbepunkt, wirkt sich aber nur dann auf den Wettschein aus, wenn die Margen und der Quotenschlüssel stimmen. Neben dieser direkten Steuerlast liegt die Margenbedingung, und sie ist die wichtigere Größe für einen Wetter mit längerem Zeithorizont. Wer 5,03 % Steuer und 5 % Marge addiert und hofft, das gleiche wie bei einem Anbieter mit doppelter Marge zu bekommen, hat sich verrechnet.

Ein Steuersatz von 5,3 % auf einer eigenen Grundlage

Die Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“ ist eine gesetzliche Definition mit praktischen Folgen. Wer in Deutschland 100 € einzahlt, hat nicht 100 € im Einsatz, sondern nur den Betrag nach Steuer. Der Unterschied ist klein, aber er läuft in die falsche Richtung: Der effektive Satz von rund 5,03 % auf das eingezahlte Geld ist etwas weniger, nicht mehr, und diese Feinheit sollte man kennen, bevor man eine Steuerrechnung anstellt.

Umgerechnet auf ein Beispiel: Bei einem Totalisator-Einsatz von 20 € wären das 1,00 € an Steueranteil, und bei den fünfzehn nach der 5,03-Prozent-Umrechnung 1,006 € — ein Unterschied im Cent-Bereich, der bei einem marginalen Einsatz nicht den Ausschlag gibt.

Warum hier Werbeverbote greifen

Verkaufsförderung ist reguliert: Nur Inhaber einer Erlaubnis dürfen nach § 5 Abs. 7 GlüStV werben. Und Werbung für Sportwetten hat enge Grenzen. Das Verbot zwischen 6 und 21 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Slot, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung in dem Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).

Das GlüStV setzt oder begrenzt Sportwettenboni nicht. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen allein aus den Bedingungen jedes Anbieters. Für den Wetter bedeutet das: Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für das, was ein Anbieter verlangt, und keine Stelle, die einen Bonus für zu teuer erklärt. Die Kontrolle liegt beim Leser.

Vertrauensfrage: wie man ein Angebot gegen seine Bedingungen prüft

Es ist keine Regel in §§ 21 oder 6 GlüStV, aber es bleibt wahr: Der wirksamste Schutz ist, die Bedingungen zu lesen, bevor man den Schein ausfüllt. Kein Anbieter ist verpflichtet, seine Bedingungen einfach zu halten, und kein Verbraucherschützer wird dafür zuständig, wenn jemand die Umsatzbedingungen erst nach dem Freispiel liest.

Die Prüfliste ist kurz. Erstens, was passiert mit einem Wettschein bei welcher Gelegenheit. Zweitens, was wird verlangt, bevor ein Guthaben ausgezahlt wird. Drittens, welches Minimum gilt bei einer Live-Wette. Viertens, was steht bei einem nicht angetretenen oder abgebrochenen Futsalspiel. Fünftens, ob der Anbieter seine Futsal-Märkte bei einem bestimmten Turnier überhaupt anbietet — das lässt sich nur an der konkreten Begegnung prüfen.

Dass die Seiten eines Anbieters zugänglich sind, heißt nicht, dass sie einfach sind. Wer bei der ersten Anmeldung fünf Minuten in § 21 Abs. 4 GlüStV investiert, versteht danach, warum bestimmte Live-Märkte fehlen, und hört auf, Anbietern eine Schuld dafür zu geben, dass sie ihm nicht das anbieten, was sie nicht anbieten dürfen. Und wer einmal 1.000 € Einzahlungslimit im Kalendermonat überschritten hat, ohne je eine Wette platziert zu haben, liest Bedingungen künftig vorher.

Häufige Fragen zu Futsal-Wetten

Dürfen Anbieter mit deutscher Erlaubnis überhaupt Futsal anbieten, und bei welchen Turnieren?

Sie dürfen, aber nur auf einem durch die GGL zugelassenen Niveau. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren sind nach § 21 Abs. 1a GlüStV ausgeschlossen, und in der Verwaltungspraxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Praktisch sind es deshalb vor allem internationale Turniere und klar organisierte nationale Hallenligen mit nicht als Amateur eingestuften Teilnehmerfeldern, die überhaupt auf einem deutschen Wettschein landen können.

Wie unterscheidet sich eine Futsal-Wette von einer Fußballwette, etwa durch Spielzeit und Verlängerung?

Futsal wird von zwei Mannschaften mit je fünf Spielern gespielt, einschließlich Torhüter, und dauert 2 × 20 Minuten Nettospielzeit mit angehaltener Uhr. Steht ein Spiel in der K.-o.-Phase nach dieser Zeit unentschieden, folgt eine Verlängerung von 2 × 5 Minuten. Der 1X2-Markt bezieht sich in der Regel auf die reguläre Spielzeit; ob die Verlängerung zählt, regelungssache des Anbieters, sofern er nichts anderes ausweist.

Warum sind Wetten auf Amateurveranstaltungen in Deutschland eingeschränkt?

Der Grund ist Manipulationsanfälligkeit. § 21 Abs. 1a GlüStV nimmt Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Ereignisse sowie Wetten auf Regelverstöße und deren Ahndung aus dem erlaubten Angebot heraus. Für Futsal ist das einschneidend: Die Sportart findet in Deutschland überwiegend im Breiten- und Jugendbereich statt, und genau dieser Bereich ist für das lizenzierte Wettprogramm tabu. Ein deutscher Anbieter darf dort nicht tätig werden.

Welche Live-Wetten auf Futsal sind in Deutschland erlaubt?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente zulässig, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Auf Futsal sind damit vor allem Wetten auf den nächsten Treffer und auf das Spielende-Ergebnis möglich. Wetten auf die nächste Ecke, den nächsten Einwurf oder die nächste Verwarnung sind nicht zugelassen.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung aus?

Die Steuer nach §§ 17, 18 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Wetter. Ob ein Anbieter sie in die Quote einrechnet, steht nur in seinen eigenen Bedingungen. Neben der Steuer wirkt die Marge jedes Marktes; beide Größen zusammen bestimmen, wie viel vom Einsatz übrig bleibt.

Woran erkennt man auf der GGL-Whitelist einen lizenzierten Sportwettenanbieter?

An der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, die die Betreiber und die jeweilige Domain führt und nur Vergabedaten zeigt, kein Enddatum. Die Fassung vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge, darunter 27 Betreiber mit Sportwettenerlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, sowie drei reine Pferdewettenbetreiber. Sportwetten erlaubt nur die unter der Sportwettenerlaubnis gelistete Domain — eine .de-Adresse allein beweist nichts.

Inhalt erstellt vom Team «Golfwetten»